Unsere Geschichte

Der TuS Großkarlbach

Mehr als 100 Jahre in Tradition

Im August 1903 kam in einer weinfrohen Runde nach der Singstunde die Idee zur Gründung des „Turnvereins Großkarlbach“ auf. Die Gründung eines Sportvereins war in dem landwirtschaftlich geprägten Dorf zwar etwas schwieriger als in den Städten, doch sie gelang. Man wollte sich durch das Turnen aus den Zwängen des Alltags befreien und Geist und Seele durch die Freude an der Bewegung frei entfalten. Turnen war in dieser Zeit weit mehr als das „Wehrturnen“ und die Mitglieder des Turnvereins keine „Nationalisten“. Der Sportverein wurde sowohl für Arbeiter als auch für Landwirte ein Stück Heimat.

Doch auch der Turnverein blieb nicht verschont von den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen der Vergangenheit. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges musste der Turnbetrieb eingestellt werden und konnte erst fünf Jahre später wieder aufgenommen werden. Während der Weimarer Republik wurde der Verein zwar wieder ein fester Bestandteil des Dorflebens, was während der Zeit des Nationalsozialismus jedoch Stück für Stück abnahm. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs musste der Turnbetrieb schließlich erneut eingestellt werden, da eine Vielzahl der Mitglieder in den Krieg zog. Erst 1946 wurde der Verein neu gegründet und trug fortan den Namen „Allgemeiner Sport-Verein“. Allerdings konnten längst nicht alle Sportarten ausgeübt werden, unter anderem das so beliebte Turnen wurde bis Ende 1947 verboten. Dies war aber auch der Beginn der Ballsportarten, die als unverfänglich galten und ausgeübt werden durften – eine Handballabteilung wurde gegründet. Daneben sah man es als Auftrag an, das Dorfleben mit fröhlicher Geselligkeit bei zahlreichen Veranstaltungen zu bereichern. So kam 1962 eine Laienspielgruppe zum Verein hinzu.

Den jetzigen Namen „Turn- und Sportverein“ erhielt der TuS im Jahre 1962, um zu signalisieren, dass man sich nicht nur auf das Turnen fokussiere, sondern auch für andere Sportarten offen sei. Der TuS Großkarlbach war fortan ein fester Bestandteil bei Sportfesten, Turnieren und Volksfesten. Längst lag der Fokus nicht mehr auf Männer- und Jungenturnen, auch die Frauengymnastikgruppe, die Fußballabteilung und die ehemals eigenständige Kegelabteilung waren nicht mehr aus dem Verein wegzudenken. Er entwickelte sich vom anfänglichen Männer(-turn-)verein zum vielfältigen Familienverein.

Bereits seit 1956 findet auf dem heutigen Sportplatz der Sportbetrieb statt, 1962 erbaute die Gemeinde die Mehrzweckhalle „Wiesengrund“, die auch vom Sportverein genutzt werden durfte und 1980 wurde schließlich das heutige Sportheim als Mittelpunkt des Vereinslebens gebaut. Bis heute sind diese drei Orte die Mittelpunkte des Sportvereins in seinen verschiedensten Facetten. Während sich das Sportangebot in den vergangenen Jahren verändert und weiterentwickelt hat – neue Sportarten und Kurse sind hinzugekommen – so bleibt der Vereinsgedanke bis heute erhalten: Zusammen für ein bewegtes und vielfältiges Dorfleben.

 

Wenn Sie mehr über die Vereinsgeschichte erfahren möchten, können Sie hier eine Ausarbeitung anlässlich des 100jährigen Jubiläums des TuS im Jahre 2003 herunterladen.